Die Wohnhalle
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Die Wohnhalle ist das Herz des Hotels. Im unvergleichlichen Ambiente der Gründerjahre ist die Wohnhalle eine Oase der Ruhe. Knisterndes Kaminfeuer und ein atemberaubender Blick auf die Binnenalster bieten einen eindrucksvollen Rahmen für den klassischen „Afternoon Tea”.

Sobald Sie die große ehrwürdige Wohnhalle betreten, überkommt Sie das wohlige Gefühl von Nostalgie. Sie erleben Geschichte hautnah. Es gibt kaum einen Gast, der, wenn er zum ersten Mal die Halle betritt, nicht für ein paar wenige Augenblicke inne hält- aus Hochachtung vor dieser Eleganz, der Wärme und der Ruhe, die die Wohnhalle ausstrahlt. David Copperfield beispielsweise zog - noch bevor er eincheckte - kurzerhand seine Kamera und machte einen privaten Schnappschuss von der Halle. Erst danach ließ er sich auf sein Zimmer begleiten. Al Jarreau hat während seines Aufenthaltes die großen gemütlichen Sessel sehr oft genossen. Er fühlte sich ganz und gar zu Hause.

Jedes Ambiente schafft sich seine eigenen Regeln. Insbesondere die Wohnhalle. Auf dem Tisch stehen kleine Schilder mit dem diskreten Hinweis, dass das Telefonieren mit Handys nicht erwünscht ist. Selbstverständlich beobachtet man, dass der ein oder andere vergessen hatte, das Handy aus zu stellen und hektisch nach den Knöpfen sucht, wenn lautstark der „Torero“ aus „Carmen“ durch die ehrwürdige Halle tobt.

Die Wohnhalle ist das Herz, der Ursprung des Hotel Vier Jahreszeiten. Hier hat alles begonnen. Friedrich Haerlin ersteigerte im Februar 1897 das „Hotel zu den Vier Jahreszeiten“. Die heutige Wohnhalle war zuerst die Empfangshalle, danach die „Fürstenwohnung“ des Hotels. Neue Mitbewerber und der stetige Drang des Hotelgründers, seinem anspruchsvollen Gästekreis immer etwas Außergewöhnliches und Neues zu bieten veranlassten ihn, im Jahr 1912 eine „Gesellschaftshalle mit Alsterblick“ zu errichten. Dies war ihm durch diverse Zukäufe der Häuser links und rechts neben dem ursprünglichen „Vier Jahreszeiten“ ermöglicht worden.

Die Zeitschrift „Innen Dekoration“ würdigte die neuen Räumlichkeiten in ihrer Aprilausgabe 1912. „Besonders auf die Halle konzentrierte sich der Schwerpunkt der Neueinrichtungen, auf die Hotelhalle, die, - gemäß der zunehmenden gesellschaftlichen Kultur und der Einbürgerung der Halle auch im vornehmen Wohnhaus, - nunmehr auch zu einem Mittelpunkt des Hotels wird, die Rahmen und Hintergrund bilden für die vornehme Geselligkeit eines internationalen Publikums.... Die Kunst der Einrichtung bestand darin: die Geräumigkeit in völlige Behaglichkeit zu verwandeln. Schwere Eichenholzvertäfelung und Stuckdecke mit reicher Bildhauerarbeit, ein Marmorboden mit grau und schwarzen Einlagen ... eine offene Kaminanlage in französischem Sandstein und weiche Teppiche, geben dem Raum einen volltönenden Akkord.“

Der Kamin aus französischem Sandstein war 1912 auch schon der Mittelpunkt der Wohnhalle. Ebenso die Gemälde von Prinz Heinrich und Prinzessin Irene, die oftmals zu Gast im Vier Jahreszeiten waren, hatten bereits 1912 den prominenten Platz links und rechts neben dem Kamin eingenommen. Über dem Kamin thront seit jeher das Hamburger Stadtwappen.

Bei allen Umbauarbeiten, die sowohl Friedrich Haerlin als auch seine Nachkommen und spätere Eigentümer des Hotels durchführten, galt die Wohnhalle als unantastbar. In den achtziger Jahren wurde ein repräsentativer Leuchter in der Mitte der Halle aufgehängt. Mit etwas mehr Aufwand durfte im Jahr 1998, unter dem Management von Raffles International die Wohnhalle klimatisiert werden. Die Wohnhalle steht heute unter Denkmalschutz.

Tea Time

Bekannt und gleichermaßen beliebt ist die Wohnhalle unter anderem für ihre Tee-Zeremonie. Hier gibt es heißes Wasser aus einem großen goldenen Samovar, und die Gäste können die Ziehzeit ihrer Teesorte selbst bestimmen. Neben allen klassischen Teesorten werden auch besonders hochwertige Tees wie „Morgentau-Tee“, „Nurbong“ oder „Jungpana“ angeboten.

Zweimal schon wurde die Wohnhalle mit der „Goldenen Teetasse“ ausgezeichnet, welches eine Auszeichnung des Teekulturkreises 5000 für das beste Tee-Verständnis einer Region im gehobenen gastronomischen Bereich darstellt.

Es ist nicht irgendein Tee. Es ist „A nice cup of tea“ - der klassische, ja der sehr englische „Afternoon Tea“, der in der Wohnhalle formvollendet zelebriert wird. Blütenreine weiße Servietten stehen gestärkt um die silberne Etagere. Königlich thronen auf dieser die klassischen englischen Sandwichs mit Frischkäse, Eiern Gurken oder Lachs, die handgerecht in zierliche Stücke geschnitten sind sowie das süße Beiwerk wie Scones (süße Teebrötchen), Bisquites und Shortbread. Hinter Ihnen kocht der große, goldene Samowar mit brodelndem Teewasser vor sich hin.

Andreas Winkels – der Leiter der Wohnhalle

Andreas Winkels ist seit 1990 Wohnhallenchef und darüber hinaus ein begnadeter Kenner der Teeszene. 2003 hat er seinen „Tee Master in Gold“ absolviert. Der Titel „Tee Master“ ist vergleichbar mit dem Titel eines Sommeliers. „Mit dem Tee ist das wie beim Wein, die Geschmackswelten sind beinahe unendlich vielfältig“, sagt Winkels. Zu einem schweren Schokladenkuchen passt beispielsweise kein grüner Tee. Die Süße des Kuchens verschluckt das leichte Aroma des grünen Tees. Zum Aufwachen würde Winkels einen kräftigen Assam- oder Ceylontee empfehlen und abends einen koffeinfreien Roiboshtee mit verschiedenen Blütenzusätzen. Natürlich trifft er in der Wohnhalle allzu häufig auf richtige Teekenner und dann kann man ihn in seiner Euphorie nicht mehr bremsen. Würde es ihm seine Zeit erlauben, er würde stundenlang über Tee philosophieren.

Die Adventszeit ist mit Abstand die allerschönste Jahreszeit, die man in der Wohnhalle erleben kann. Das Licht der Kerzen auf den Tischen spiegelt sich in den großen Kugeln am Weihnachtsbaum wider. Vom Piano wehen leicht die Weihnachtsmelodien durch den Raum und das Knacken der brennenden Holzscheite lässt einen tiefer in die weichen gemütlichen Sessel sinken. Da kommt es schon mal vor, dass sich Gäste untereinander in heißen Wortgefechten, den Platz streitig machen möchten. Andreas Winkels und sein Team lösen die kleinen Konflikte mit viel Diplomatie und Charme. „Weihnachtszeit in der Wohnhalle heißt Ruhe bewahren“ sagt der 42- jährige, „und dennoch altere ich jedes mal um mindestens 9 Jahre“.

Wohnhalle

Montag bis Sonntag: 08.00 Uhr bis 00.00 Uhr




Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Hoteladresse:
Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Neuer Jungfernstieg 9 - 14
20354 Hamburg
Germany
Tel: +49 (0) 40 34 94 0
Fax: +49 (0) 40 34 94 26 00
E-Mail: hamburg@fairmont.com
Internet: www.fairmont-hvj.de
  Pressekontakt:
Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg
Judith Fuchs-Eckhoff
Verkaufs- und Marketingdirektorin
Neuer Jungfernstieg 9 - 14
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Fax: +49 (0) 40 34 94 26 10
E-Mail: judith.fuchs-eckhoff@fairmont.com

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